Wissenschaftliche Grundlagen
Die Erforschung der Metakognition beschäftigt sich damit, wie Menschen ihre eigenen Denkprozesse wahrnehmen, einschätzen und regulieren.
John H. Flavell prägte die wissenschaftliche Entwicklung des Begriffs wesentlich.
Spätere Forschungsarbeiten untersuchten metakognitives Wissen, Selbstregulation, Lernprozesse und unterschiedliche therapeutische Anwendungen.
Die Verbindung zu Resilienz, Achtsamkeit und Selbstwirksamkeit wird in verschiedenen wissenschaftlichen Bereichen untersucht.
Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Konzepte nicht identisch sind und ihre Zusammenhänge je nach Methode und Untersuchungsgegenstand unterschiedlich ausfallen.
Literatur
Flavell, J. H. (1979). Metacognition and Cognitive Monitoring: A New Area of Cognitive Developmental Inquiry. American Psychologist, 34(10), 906–911.
Akturk, A. O., & Sahin, I. (2011). Literature Review on Metacognition and Its Measurement. Procedia – Social and Behavioral Sciences, 15, 3731–3736.
Moritz, S., & Lysaker, P. H. (2018). Metacognition: What Did James H. Flavell Really Say and the Implications for the Conceptualization and Design of Metacognitive Interventions. Schizophrenia Research, 201, 20–26.
Wissenschaftliche und spirituelle Perspektiven
Spiritual Circle verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse über das Denken mit spirituellen Betrachtungen von Bewusstsein und Selbsterkenntnis.
Diese Perspektiven können sich gegenseitig bereichern, sind aber nicht miteinander gleichzusetzen.
Spirituelle Interpretationen beschreiben persönliche, philosophische und meditative Zugänge zum menschlichen Erleben.
Sie sind keine eigenständigen wissenschaftlichen Belege für medizinische oder psychologische Wirkungen.
Die beschriebenen Übungen können die persönliche Selbstreflexion unterstützen, ersetzen jedoch keine fachliche Behandlung bei ernsthaften psychischen Belastungen.
Direkte Fachquellen
Flavell 1979 · Akturk und Sahin 2011 · Moritz und Lysaker 2018
Ergänzende Literatur aus dem bisherigen Beitrag
Nelson und Narens (1990): Metamemory: A Theoretical Framework and New Findings. The Psychology of Learning and Motivation, 26, 125–173.
Fleming und Dolan (2012): The Neural Basis of Metacognitive Ability. Philosophical Transactions of the Royal Society B, 367, 1338–1349.
Wells (2009): Metacognitive Therapy for Anxiety and Depression. Guilford Press.
Kabat Zinn (1990): Full Catastrophe Living. Delacorte Press.
Weiterführende Themen
Wissenschaft und das eigene Denken · Metakognition und Resilienz · Fünf praktische Übungen für den Alltag
