In Teilen der Yogapraxis wird bewusstes Atemanhalten als Kumbhaka bezeichnet. Es ist eine andere Übung als die hier beschriebenen ruhigen Atemfolgen ohne Haltephase.
Atemanhalten ist nicht für alle Menschen und Situationen geeignet. Aus der bloßen Zahl gehaltener Sekunden lässt sich weder Atemgesundheit noch mentale Stärke ableiten. Atempausen sind keine allgemeine Methode zur Verbesserung der Atemgesundheit.
Für den Einstieg bleibt der Atem ohne erzwungene Pausen im Fluss. Wenn du dich mit angeleiteten Halteübungen beschäftigen möchtest, kläre bei gesundheitlichen Beschwerden zunächst mit einer geeigneten Fachperson, ob sie für dich infrage kommen.
Achtsam üben
Atme angenehm und ohne Zwang. Du musst keine bestimmte Tiefe oder Zählzeit erreichen. Wenn Schwindel, Luftnot oder Unwohlsein auftreten, beende die Übung und lasse den Atem wieder natürlich fließen. Bei anhaltenden Beschwerden oder Unsicherheit hole medizinischen Rat ein. Atemübungen ersetzen keine notwendige Untersuchung oder Behandlung.

